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UNIS/NAR/586
28. August 1996
WIEN, 28. August (UNO-Informationsdienst) - Erstmals seit seinem Bestehen wird das in Wien ansässige Drogenkontrollprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Drug Control Programme, UNDCP) für seine weltweite Tätigkeit gegen illegale Drogen Gelder erhalten, die die Behörden von Drogenhändlern konfisziert haben.
Ein Luxemburger Fond für beschlagnahmte Gewinne von Drogenhändlern hat sich bereit erklärt, ein 1,1 Millionen Dollar teures Ausbildungsprogramm für Drogenkontrollbeamte aus Argentinien, Bolivien, Chile und Peru mit 200.000 Dollar zu unterstützen. Das Programm dient speziell der drogenbezogenen Ausbildung von Polizeibeamten, Richtern, öffentlichen Anklägern und Zollbeamten aus diesen vier Ländern und wird von UNDCP koordiniert. Die Kursteilnehmer werden im Bereich der Kontrolle von Geldwäsche und Vorläufersubstanzen sowie für den Außeneinsatz gegen Drogen ausgebildet.
Anläßlich der Unterzeichnung des Übereinkommens mit dem Fond de Lutte contre le Trafic des Stupéfiants (Fonds für den Kampf gegen den Drogenhandel) hat der Exekutivdirektor von UNDCP, Giorgio Giacomelli, den "großzügigen und bahnbrechenden Beitrag" Luxemburgs gerühmt und seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, daß in dem herrschenden Klima der Budgeteinschränkungen auch andere Länder dem Beispiel dieses Landes folgen und zusätzliche Beiträge aus dieser Quelle bereitstellen.
Giacomelli fügte hinzu, daß zum ersten Mal eine Regierung jene Bestimmung der UNO-Konvention von 1988 gegen den illegalen Handel mit Suchtstoffen und psychotropen Substanzen angewandt hat, welche die Teilnehmerländer auffordert, derartige Gewinne internationalen Organisationen zur Verfügung zu stellen, die sich auf die Drogenbekämpfung spezialisiert haben.
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