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Pressedienst
Wien, 25. August 1996
Der Exekutivdirektor des in Wien ansässigen Drogenkontrollprogramms der Vereinten Nationen (United Nations Drug Control Programme, UNDCP), Giorgio Giacomelli, reist morgen, Montag, zu Gesprächen mit den Staatspräsidenten von Aserbaidschan, Armenien und Georgien über Probleme der Bekämpfung des Drogenhandels in die drei transkaukasischen Länder.
Giacomelli folgt mit seiner mehrtägigen Reise einer Einladung der Staatsoberhäupter der genannten Kaukasusländer. Im Mittelpunkt der Gespräche steht die wachsende Bedrohung durch die neue Drogentransportroute von Afghanistan, Zentralasien und den Ländern Südostasiens über die transkaukasischen Länder in die Türkei und von dort weiter nach Westeuropa.
Die Behörden der drei Staaten waren bislang nicht in der Lage, mit dem wachsenden Drogenproblem in ihren Ländern fertigzuwerden. Insbesondere fehlt es an ausgebildeten Kräften, Erfahrung und Ausrüstung. Das Drogenkontrollprogramm der Vereinten Nationen ist sich der alarmierenden Situation bewußt und gewährt den drei transkaukasischen Ländern bereits jetzt Unterstützung in Form von Ausbildung für Polizeibeamte. Dennoch ist zusätzliche Hilfe dringend geboten. UNDCP-Exekutivdirektor Giacomelli will deshalb bei seinen Gesprächen die Besorgnis der UNO über das eskalierende Drogenproblem in den transkaukasischen Ländern und die Bereitschaft von UNDCP zu weiterer Unterstützung unterstreichen.
Der Exekutivdirektor des UNO-Drogenkontrollprogramms wird auf seiner Reise in Aserbaidschan mit Staatspräsident Hejdar A. Alijew, in Armenien mit Staatchef Levon H. Ter-Petrosjan und in Georgien mit Staatspräsident Eduard G. A. Schewardnadse zusammentreffen.
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