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Pressedienst
Wien, 8. Juli 1996
Seit dem Beginn der Amtszeit von UNO-Generalsekretär Boutros Boutros-Ghali haben sich bedeutende weltpolitische Entwicklungen vollzogen, in die die Vereinten Nationen mit eingebunden waren. Darüber hinaus hat die UNO im Zusammenhang mit ihrem 50jährigen Bestehen eine Reform ohne Beispiel in Angriff genommen. In dieser Serie geben wir einen stichwortartigen Überblick über die Ereignisse.
Die Reform der Vereinten Nationen
- Mit der Neustrukturierung der Hauptabteilungen und Büros der Sekretariates haben die Vereinten Nationen Schlüsselbereiche ihrer Tätigkeit reformiert.
- Zugleich wurde die Zahl der Hauptabteilungen und Büros von 20 auf 12 verringert.
- Die Zahl der hochrangigen Posten im Sekretariat wurde von 48 auf 37 herabgesetzt. Diese Reduktion entspricht einer 40prozentigen Verringerung gegenüber dem Stand vor zehn Jahren.
- Die UNO-Präsenz im Außendienst wurde durch die gestärkte Rolle der Koordinatoren vor Ort und die Schaffung von Gemeinschaftseinrichtungen für die verschiedenen UNO-Organisationen gestärkt.
- Ein Amt für interne Aufsichtsdienste und die Funktion eines "Generalinspektors" als Leiter dieses Amtes wurden geschaffen, der der Generalversammlung direkt berichtet.
- Im Rahmen der UNO-Reform wurde ein neuer Managementplan zur Verbesserung von Arbeitsweise, Produktivität und Kostengünstigkeit in Kraft gesetzt. Dieser Plan beinhaltet auch die Ziele und Aufgaben der Verbesserung der Rechtsstellung der Frau. Insgesamt erreichten die Vereinten Nationen den bisherigen Höchststand an weiblichen Beschäftigten in der Geschichte der Organisation mit 35 Prozent im Gesamtdurchschnitt aller Mitarbeiter und 17 Prozent im Bereich der höchsten Posten.
- Der Voranschlag für das Zweijahresbudget 1996/97 liegt um 117 Millionen US-Dollar unter dem vorangegangenen Biennium.
- 1.000 Posten liefen ersatzlos aus. Durch neue Budgeteinschränkungen sank die Gesamtzahl der Mitarbeiter auf 20 Prozent des Wertes von vor zehn Jahren.
- Es wurden fünf zeitlich nicht limitierte Arbeitsgruppen der Generalversammlung zur Behandlung der wichtigsten Aspekte der Reform ins Leben gerufen. Zwei davon behandeln substantielle Arbeitsbereiche (Agenda für den Frieden und Agenda für die Entwicklung), die übrigen sind Finanzfragen, der Reform des Sicherheitsrates und der Stärkung des UNO-Systems gewidmet.
Alle diese Bemühungen wurden in einer Phase unternommen, in der die Vereinten Nationen 20 neue Mitglieder aufgenommen und diese mit technischer und wahltechnischer Hilfe, Beistand beim Aufbau von Institutionen und anderen Dienstleitungen unterstützt haben.
(Wird fortgesetzt über die Bereiche Konfliktverhütung, Konfliktmanagement und Konfliktlösung).
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