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Pressedienst
Wien, 5. Juli 1996
Das reale Pro-Kopf-Einkommen wird im laufenden Jahr in mehr als 80 Prozent der Entwicklungsländer zunehmen, in denen 96 Prozent der Bewohner von Entwicklungsländern leben. Dies stellt der "Weltwirtschafts- und Sozialbericht 1996" der Hauptabteilung für Wirtschafts- und Sozialinformation und grundpolitische Analysen (DESIPA) der Vereinten Nationen fest.
Gemäß dieser Erhebung ist das Bruttoinlandsprodukt in drei von vier Volkswirtschaften der Entwicklungsländer mit 90 Prozent der Weltbevölkerung angestiegen. Im Gegensatz dazu hatten 1993 nur wenig mehr als die Hälfte der Entwicklungsländer eine Zunahme ihres Pro-Kopf-Einkommens verzeichnet. Zusätzlich spricht der Bericht von einem anhaltend starken Wirtschaftswachstum in Zentral- und Osteuropa. Die Russische Föderation wird demnach das erste wirtschaftliche Wachstumsjahr seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion verzeichnen, sofern sie ihre bisherige Politik beibehält.
Nach dem Bericht weisen diese Trends darauf hin, daß Binnenfaktoren wichtige Quellen für das Wirtschaftswachstum in den Entwicklungsländern und in den Transformationsstaaten darstellen. Diese Staaten sind überdies in zunehmendem Maße als wichtige Märkte und potentielle Stimulatoren für das Wachstum in den Entwicklungsländern anzusehen.
Wie es in dem Bericht weiter heißt, wird das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern 1996 bei zwei Prozent und im folgenden Jahr bei 2,5 Prozent liegen. "Die Weltwirtschaft befindet sich zunehmend auf dem Wachstumspfad", formuliert der Bericht. Weltweit nahm das BIP von einem Jahreswachstum von einem Prozent in den Jahren 1992 bis 1993 nahezu auf 2,5 Prozent in den Jahren 1994 bis 1996 zu. Die Vorhersage für 1997 lautet sogar auf drei Prozent.
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