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Verzeichnis der Pressemitteilungen
List of press releases
Diese Presseinformation ist kein offizielles Dokument der Vereinten Nationen. Sie wurde in Verantwortung des in der Datumszeile genannten Informationsbüros oder Informationsdienstes der Vereinten Nationen erstellt.


UNIS/NAR/582
17. Juni 1996

"Sport gegen Drogen": Gemeinsame Ausstellung von UNO und Internationalem Olympischem Komitee im Internationalen Zentrum Wien eröffnet

Österreichischer Bundeskanzler, Exekutivdirektor von UNDCP und Präsident des Internationalen Komitees unterstreichen Wirkung des Sports gegen den Drogenkonsum junger Menschen

WIEN, 17. Juni (UNO-Informationsdienst) - Im Rahmen einer Feierstunde im Internationalen Zentrum Wien (Vienna International Centre, VIC), wurde heute eine internationale Fotoausstellung über die Bedeutung des Sports bei der Vermeidung von Drogenkonsum eröffnet. Diese Ausstellung wurde von den Vereinten Nationen für die diesjährigen Olympischen Sommerspiele gestaltet. Sie wurde im Beisein des österreichischen Bundeskanzlers Franz Vranitzky, des Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Juan Antonio Samaranch, und einer Reihe von weltbekannten Athleten ihrer Bestimmung übergeben.

In seiner Begrüßungsansprache sagte der Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Wien und Exekutivdirektor des Internationalen Drogenkontrollprogramms der Vereinten Nationen (UNDCP), Giorgio Giacomelli, daß der Sport heute in der Gesellschaft weltweit eine Art von allgemein verständlicher Sprache darstellt und ebenso wie die Musik über Werte und Ideale verfügt, die den einzelnen Menschen durch Schwierigkeiten des Lebens tragen.

Die natürliche Verbindung zwischen der Ethik der olympischen Bewegung und den grundlegenden Prinzipien der Vereinten Nationen habe UNDCP in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Olympischen Komitee zur Schaffung einer weltweiten Kampagne zur Förderung eines gesunden Lebensstils und anderer alternativer Fähigkeiten für junge Menschen veranlaßt, die Gefahr laufen, in den Konsum illegaler Drogen verwickelt zu werden, sagte Giacomelli weiter vor österreichischen Bundesministern, Ständigen Vertretern bei den Vereinten Nationen in Wien, Vertretern des Olympischen Komitees, Beamten der Vereinten Nationen, Athleten und Journalisten.

In einer Erklärung unterstrich IOC-Präsident Samaranch die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen seiner Organisation und den Vereinten Nationen, wie sie von der Kampagne "Sport gegen Drogen" sowie in den Resolutionen der Generalversammlung zur Unterstützung der olympischen Ideale zum Ausdruck komme. Er unterstrich ferner die ständige Verpflichtung des Olympischen Komitees zur Beseitigung des Drogenkonsums von Athleten bei den Olympischen Spielen. "Wir haben viele Schlachten gewonnen", sagte er, "aber wir haben noch nicht den Krieg gewonnen." In einer Pressekonferenz vor der Eröffnungszeremonie hatte Samaranch erklärt, daß in der Vergangenheit nur die Athleten bestraft wurden, wenn diesbezügliche Tests

das Vorhandensein von illegalen Substanzen anzeigten. Dies sei jedoch unfair und man suche nach Wegen zur Bestrafung der Trainer, der Leiter von Sportlergruppen und der Sportärzte, die die Athleten bei der Einnahme von verbotenen Drogen beeinflussen.

Der österreichische Bundeskanzler Franz Vranitzky nannte es einen der schlimmsten Aspekte des weltweiten Drogenproblems, daß es in erster Linie junge Menschen als eine der schwächsten Gruppen der Gesellschaft betreffe. Zu oft hätten unsere Gesellschaften keine Alternativen für die jungen Menschen aufgezeigt, bevor diese noch das Stadium des Experimentierens mit Drogen erreicht hätten. Er begrüßte die weltweite Kampagne von UNDCP, bei der die Athleten eine besondere Rolle zur Alarmierung der jungen Menschen vor den Gefahren des Drogenmißbrauchs zu spielen hätten.

Die früheren österreichischen Gewinner von olympischen Goldmedaillen, Franz Klammer (Schi-Abfahrtslauf) und Peter Seisenbacher (Judo) sowie die italienische Weltrekordlerin im Hochsprung, Sara Simeoni, nahmen an der Feierstunde teil. Das Jugendteam des Wiener Fußballklubs Rapid war gleichfalls zur Eröffnung erschienen.

Die Ausstellung zeigt dramatische Fotos mit berühmten Athleten in voller Aktion, Kinder bei der Sportausübung in den Armenvierteln von Städten in Entwicklungsländern und junge Menschen bei der Einnahme von verbotenen Drogen. Die Ausstellung wird ab dem 25. Juni für zwei Wochen im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York gezeigt und übersiedelt dann zu den Olympischen Spielen in Atlanta (USA). Diese finden vom 19. Juli bis 4. August statt.

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